Gemeinsam mit dem Institut für Massivbau (IMB) der Technische Universität Dresden (TUD) werden in diesem Projekt Lösungen entwickelt, um die Lebensdauer bestehender Brücken durch gezielte Verstärkungsmaßnahmen mit dem CARBOrefit®-Verfahren zu verlängern. Im Fokus stehen Bauteilversuche an vorgeschädigten 12 m langen Spannbetonträgern – also genau jenen Ausgangszuständen, wie sie auch im realen Bestand häufig vorkommen. Diese realitätsnahe Ausgangssituation ist entscheidend, um belastbare Aussagen über die Wirksamkeit der Verstärkung treffen zu können.
Für die Durchführung der Maßnahmen stellte die B+F Beton- und Fertigteilgesellschaft mbH ihr Gelände in Lauchhammer zur Verfügung und schuf damit baustellennahe Bedingungen für die Verstärkungsarbeiten – vielen Dank für diese Unterstützung.
Die Bauteile, bereitgestellt durch das IMB (Institut für Massivbau der TU Dresden), wurden im Vorfeld entsprechend vorbereitet und aufgeraut. Vor der Verstärkungsmaßnahme wurden die Spannbetonträger und auch die Carbonbewehrung durch das IMB mit faseroptischer Sensorik ausgestattet. Dadurch wird ein kontinuierliches Monitoring mit hoher Ortsauflösung über die gesamte Bauteillebensdauer gewährleistet. So werden selbst kleinste Veränderungen sichtbar und liefern wertvolle Daten für die Auswertung der Versuche.
Es erfolgte eine Verstärkung mit dem CARBOrefit®-Verfahren: Schicht für Schicht wurden mehrere Lagen aufgebracht, um die Tragfähigkeit der geschädigten Bauteile gezielt zu erhöhen. Die Arbeiten wurden von der Scadock und Hofmann GmbH & Co. KGLauchhammer ausgeführt, die seit März 2025 über den Eignungsnachweis – Ausführung von Arbeiten zur Verstärkung von Betonbauteilen mit Carbonbeton – verfügt.
Das Projekt macht deutlich, wie wichtig praxisnahe Forschung für die Weiterentwicklung unserer Infrastruktur ist. Als technisch-wissenschaftliche Einrichtung des Bundesministeriums für Verkehr schafft die Bundesanstalt für Straßen- und Verkehrswesen BASt den Rahmen für genau solche anwendungsnahen Fragestellungen.
Die Aufnahmen der Verstärkungsarbeiten verdeutlichen die Neuartigkeit des Ansatzes: eine innovative Technologie, die neue Maßstäbe in der Instandsetzung setzt und großes Potenzial für den Einsatz im Brückenbau bietet.
Für uns bei CARBOCON steht fest: Nur im Zusammenspiel mit starken Partnern und unter realen Bedingungen entstehen Lösungen, die tragen.
Informationen zum BASt-Forschungsprojekt „Brücken-Nutzungsdauerverlängerung durch Verstärkung mit TRC“




